Familiengeschichte

Der Familienname Bianca zeugt von einer langen schweizerisch-italienischen Tradition: Durch die Heirat von Giuseppe Bianca, dem Urgrossvater von Andrea Marco Bianca, mit Giulia Dilg entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts familiäre Verbindungen zwischen Italien und der Schweiz. Giuseppe Bianca-Dilg gründete dann mit seinen Söhnen Giovanni Bianca-Pfau, Edoardo Bianca-Trottier sowie Augusto Bianca-Gloor 1901 die Firma «Gebrüder Bianca» in Zürich. Diese widmete sich von 1901 bis 1972 dem Import und Export sowie der Engros-Verteilung von Lebensmitteln aus aller Welt.

Aus der Jubiläumsschrift von 1951:

«Sitz und Lagerhaus der Firma Gebrüder Bianca befanden sich ursprünglich an der Magnusstrasse. Später wurden sie an die Hafnerstrasse 10 verlegt, wo mit der Erstellung eines eigenen mit fortschrittlichen Einrichtungen versehenen Gebäudes der stetigen Erweiterung des Arbeitsfeldes und gleichzeitig den technischen Erfordernissen eines rationellen Warenumschlags und Lagerung Rechnung getragen werden konnte.

In Erkenntnis, dass speziell der Grosshandel, eine organische Funktion innerhalb der nationalen Wirtschaft zu erfüllen hat, ist es seit jeher das besondere Bestreben der Firma gewesen, nicht nur aus der Nachfrage zu erkennen, welche Produkte das Land im Austausch für seine Exporte braucht, sondern auch durch eine rigorose Auswahl und Kontrolle der Wareneigenschaften deren Eignung sicherzustellen und durch moderne Lagerungs- und Verteilungssysteme den in diesem Fach so häufigen Wertverlust zu unterbinden.

In diesem Sinne hat die Firma Gebrüder Bianca bahnbrechend gewirkt, indem sie nicht vor auf lange Sicht berechneten Investitionen für alle nützlichen technischen Einrichtungen zurückgeschreckt ist. So hat sie z.B. als erste Firma ihres Faches in Zürich die damals allgemein üblichen Pferdefuhrwerke durch Motorlastwagen ersetzt und ein der Verderblichkeit der Ware angepasstes eigenes Schnelltransportnetz in der Stadt und auch in weiterem Umkreise auf dem Land organisiert.

Ebenso hat sie als erste in der Schweiz verschiedene, früher nur als exotische Raritäten bekannte Früchte, wie z. B. canarische Bananen, argentinische und chilenische Äpfel, brasilianische Orangen. Grapefruits, Ananas, etc. weiten Schichten zugänglich gemacht, eine Initiative, deren Richtigkeit durch die heute allgemeine Verbreitung dieser Produkte erwiesen ist.

Entsprechend den speziellen Anforderungen der verschiedenen Waren wurden besondere Lagerräume erstellt, darunter auch Reifekammern für Bananen, in denen der Reifeprozess reguliert werden kann. Auch wurde ein eigenes Kühlhaus eingerichtet, welches erlaubt, alle dem Verderb ausgesetzten Produkte in bester Verfassung weiterzuliefern, und die Verbrauchsschwankungen zu überbrücken.

Nach dem Ableben des Seniorchefs Giuseppe Bianca-Dilg, und verfrühterweise auch von Giovanni Bianca, war dann neben Augusto Bianca-Gloor die nächste Generation zur Mitarbeit herangezogen worden, und zwar Mario C. Bianca-Gierthmühlen sowie Edoardo G. Bianca-Schowalter, die vorher im Ausland tätig waren.

Durch ihre Tätigkeit genoss die Firma Gebrüder Bianca lange Jahre nicht nur den Ruf eines alteingesessenen und vertrauenswürdigen, sondern auch den eines in seiner Branche besonders leistungsfähigen Hauses. Ein halbes Jahrhundert stetiger und erfolgreicher Arbeit hat die Firma Gebrüder Bianca zu einem wichtigen Bindeglied im Schweizer Innen- und Aussenhandel gemacht.»

amb